Mit dem Beaujolais ist es so eine Sache. Die südlichste Region des Burgunds ist bekannt für spassige Rotweine, die nach Himbeerkaugummi schmecken. Spätestens am nächsten Morgen verfluchen die meisten diese süffigen Leichtweine und wollen nie mehr etwas vom Beaujolais wissen. Doch die Region hat ein zweites, stilleres Gesicht: Das der sorgfältig produzierten, verblüffend gut strukturierten Lagenweine. Die Familie Bererd bewirtschaftet unter dem Namen Domaine de la Madone 90 kleine Rebgärten mit einer Gesamtfläche von 28 Hektaren. Die meisten Parzellen befinden sich an einem Hügel, auf dem eine Madonnenstatue thront. Die Weinberge liegen teils in beträchtlichen Steillagen, der Boden ist karg und besteht hauptsächlich aus pinkem Granit – kurz: perfekte Voraussetzungen für erstklassige Weine. Deshalb orientieren sich die Bererds sowohl im Rebberg wie im Keller am Qualitätsmodell der burgundischen Crus. Dank unermüdlicher Handarbeit gelingen ihnen Weine mit einer wunderbaren Frucht, die sehr leichtfüssig und frisch wirken, aber eben auch eine beeindruckende Komplexität zeigen. Diese Perle blieb auch der internationalen Weinkritik nicht verborgen: «Dies ist ein fantastischer Beaujolais Villages, der viele Crus in Verlegenheit bringen würde», schrieb William Kelley von The Wine Advocate. In Alltagssprache übersetzt: Dieser Wein ist ein wahrhaftiges Preis-Leistungs-Wunder. Halleluja!




