«Wir haben bei weniger als Null angefangen und alles ist auf der Grundlage von Arbeit, Ausdauer und Begeisterung entstanden...», sagt Rosalía Molina. Mitte 20 unternahm die junge Önologin mit ihrem Mann Manuel eine Reise nach Argentinien. Die beiden waren fasziniert von den Weinen aus grosser Höhe. Ob sowas auch in Spanien möglich wäre? Sie wollten es wissen und kauften ein kleines Stück Land im Heimatdorf von Manuel, das in der hintersten Ecke der Provinz Cuenca liegt, auf einem Hochplateau gleich neben dem einzigen Skigebiet der Region. Sie pflanzten die ersten Reben und fünf Jahre später mussten sie die Möbel aus dem Erdgeschoss ihres Hauses nehmen, um Platz für Gärbehälter und Tanks zu schaffen. 2006 wagten die beiden, mittlerweile Eltern von drei kleinen Kindern, den Schritt in die Professionalität, bauten eine Kellerei und kauften weiteres Land dazu. Dass es schwierig werden würde, sich als Newcomerin aus einem völlig unbekannten Weingebiet durchzusetzen, war sich Rosalía bewusst: «In Spanien empfangen sie dich nicht mit offenen Armen, wenn du keine bekannte Marke bist.» Zudem war auch Biowein damals ein Nischenprodukt. «Also reiste ich nach Japan und Kanada, mit meinen Weinen im Gepäck, traf Leute und erzählte ihnen, was ich mache. Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, wie viele Runden um die Welt ich schon gereist bin… aber ich habe drei Reisepässe verbraucht.» Obwohl sie es liebt zu reisen und Städte wie New York oder London sie beflügeln, steht für Rosalía Molina fest: «Der schönste Ort der Welt ist und bleibt Altolandon. Jeden Tag wenn ich hier ankomme, durch die Weinberge gehe, diese reine Luft einatme, in den Himmel schaue und über dieses spektakuläre, intensive Blau nachdenke – dann bin ich unendlich glücklich über das, was wir hier geschaffen haben...»




