Die Reben dieses reinsortigen Carignan wurden in den fünfziger Jahren oder früher gepflanzt. Mylène Bru, die erst 2008 die ersten Reben für diesen Wein erworben hat, weiss das nicht so genau. Der Rebbau in den Garrigues nördlich von Sète wurde bis vor nicht allzu langer Zeit ganz nebenbei betrieben, war nie rentabel und es wurde auch nicht investiert. Zum Glück, denn deshalb finden sich noch uralte Reben, die mangels Geld nie erneuert wurden. Die Lagen, an denen Mylène Bru diesen herrlichen Carignan erntet, sind nach Norden orientiert auf einem leichten Abhang, sodass die Reben weniger der ganz grossen Sommerhitze ausgesetzt sind. «Rita» ist zwar ein hundertprozentiger Carignan, darf aber weder den Namen der Traubensorte noch jenen seiner Herkunft tragen, da er ausserhalb einer AOC angebaut wurde. Nur eine Fantasiebezeichnung ist erlaubt: «Rita», der Name der Heiligen von Sète und von einer der Grossmütter von Mylène Bru. Der Wein ist reich und fast opulent trotz seines Alkoholgehalts von nur 13%. Er vereint die wilden Düfte der Garrigue mit reifen Noten von Pflaumenkompott, Heilkräutern und Thymian. Am Gaumen ist er erstaunlich frisch, lebendig und weich mit reifem Gerbstoff.