Das südfranzösische Château Maris ist eines der umweltfreundlichsten Weingüter der Welt. «Jeder einzelne Mensch kann jeden Tag etwas Gutes bewirken», lautet die Überzeugung von Winzer Robert Eden. Deshalb sind seine Rebberge heute vielfältige Gärten voller Leben: Rüben und Rosen wachsen zwischen den Weinstöcken, Hecken und Bäume bieten Lebensräume für Tiere. Der Boden wird geschont und minimal bearbeitet, damit er lebendig bleibt und mehr Kohlenstoff aufnehmen kann. Sogar der Weinkeller ist rein pflanzlich! Die Konstruktion besteht aus Holzstützen, Hanfziegeln und einem Grasdach. «Man könnte das gesamte Gebäude kompostieren», sagt Eden lachend. Der gebürtige Brite ist ein Visionär, Freigeist und Witzbold in Personalunion. Seit 2002 setzt er voll und ganz auf die biodynamische Anbaumethode nach Rudolf Steiner: «Was rund um die Rebe geschieht, wächst und lebt, beeinflusst eindeutig die Qualität und den Geschmack der Trauben. »Dabei geht es nicht nur um Biodiversität und Mondphasen, sondern auch um die Menschen, die auf die Natur einwirken. Gute, gesunde Anstellungsbedingungen bilden die Grundlage und das Ziel ist ein harmonisches Miteinander: «Wenn man bei der Arbeit keine Gemeinschaft oder soziale Interaktion hat, gibt es dafür immer einen Grund: Die Arbeit ist zu schwer. Es muss ein freudiger Flow sein!» Spass am gemeinsamen Tun statt Frust und Stress: Keine Frage, im Garten Eden lässt sich’s gut leben. Da schneiden wir uns doch gerne eine Scheibe – oder ein Glas Wein – davon ab!




