Das Weingut Luberri gehört nicht zu den berühmten Namen der Rioja, doch es verdient es, entdeckt zu werden. Besonders, wenn man die Geschichte von Florentino Martínez Monje kennt. Der bodenständige, hemdsärmlige Baske ist der Gründer und die Seele des Weinguts. Florentino stammt aus einer Bauernfamilie, er ist in den Reben der Rioja Alavesa aufgewachsen. Es heisst, kaum jemand kenne die Region so gut wie er. Schon früh lernte er, den Boden zu lesen, das Wetter zu spüren und die Reben zu pflegen, als wären sie Teil seiner Familie. Doch Florentino wollte mehr. Er wollte Weine schaffen, die die Seele seiner Heimat in jeder Flasche bewahren. Nach Jahren beim renommierten Weingut Artadi, das er 1985 mitbegründet hatte, wagte er den Schritt in die Unabhängigkeit. Er gründete Luberri – baskisch für «freies Land» –, weil er Weine nach seinen eigenen Vorstellungen machen wollte: frei, ehrlich, voller Leben.
Mit Weinen wie dem Biga de Luberri beweist Florentino Martínez Monje, dass ein Rioja nicht nur Tradition verkörpern, sondern auch für Leidenschaft und Authentizität stehen kann. Wenn er gefragt wird, wie sein Wein schmeckt, dann antwortet der Winzer gerne mit einer kleinen Anekdote: Bei einer wichtigen Rioja-Degustation vor einigen Jahren stand sein Wein neben den ganz Grossen der Region. Die einzige Flasche, die am Ende leer war? Biga de Luberri! «Während die Leute zwar gerne über die anderen Weine reden, trinken sie am liebsten meinen Wein. Er macht sie glücklich», schmunzelt Florentino. Unser Fazit: Ein Rioja, der nicht nur überzeugt, sondern begeistert!



















