Geboren in Beaune und aufgewachsen inmitten der berühmten Lagen des Burgunds – Oliver Lemstra Bake wurde das Weinglück in die Wiege gelegt. Seine Initiation ins Weingeschäft erfolgte denn auch früh und in denkwürdiger Art und Weise: Als Dreijähriger wollte er eines Tages herausfinden, wie der Hahn des grossen Weintanks im Weinkeller seines Nachbars funktioniert. Der neugierige Oliver schaffte es, die Sicherung zu lösen und schon floss der Burgunder in Strömen aus dem grossen Ventil. Von Kopf bis Fuss mit Pinot Noir begossen, kam der Kleine aus dem Keller gerannt und rief um Hilfe.
Seine Neugier und die Faszination für Pinot Noir hat er zum Glück bis heute behalten. Im Burgund aufzuwachsen hat Oliver stark beeinflusst: «Als Kind hat es zwar keine Bedeutung, ob du in den Weinbergen von Montrachet spielst oder sonst wo. Was mich aber geprägt hat, war die Art und Weise, wie die Leute gearbeitet haben. Die Burgunder Winzerinnen und Winzer sprühten nur so vor Leidenschaft und Stolz.»
Als Oliver 12 Jahre alt war, zog seine Familie nach Südfrankreich. Doch seine Burgunder Wurzeln hat der junge Winzer nicht vergessen. Mit dem Kauf von 12 Hektaren Rebbergen in Limoux erfüllte er sich 2017 einen Traum. Es sei das perfekte Terroir für Pinot Noir und Chardonnay, schwärmt Oliver. Will er die grossen Burgunder herausfordern? «Für mich ist es eher ein Freundschaftsspiel – wir können beide voneinander lernen», beschwichtigt der Jungwinzer. So ist die Domaine d’O beispielsweise eine Musterschülerin, was die CO2-Bilanz ihrer Weine angeht. Hier setzt Oliver auf leichte Flaschen, CO2-negative Korken oder rezykliertes Verpackungsmaterial. Zudem kompensiert er Emissionen, indem er Bäume pflanzen lässt. Ja, bei Olivers Weinen bekommt der nachhaltige Abgang eine neue Dimension. Santé!


















