Viele Piemonteser werden Winzer, weil sie einen Weinberg erben. Lorenzo Olivero wurde Winzer, weil ihn Wein faszinierte. Er studierte Önologie an der Uni Turin und kaufte im Jahr 2001 gemeinsam mit seinem Vater Mario ein paar Hektaren Reben im Barolo-Dorf Roddi.
Nur eine kleine Menge zu produzieren ist für Lorenzo nicht etwa ein Kompromiss, sondern Philosophie. Er bezeichnet sich als «artigiano del vino», denn Wein zu machen ist für Lorenzo ein Kunsthandwerk – und dafür braucht es Zeit, Leidenschaft und Präzision. Aufmerksam kümmert er sich deshalb im Alleingang um jedes Detail im Weingut. In den Weingärten wie auch im Weinkeller ist bei Olivero Mario Handarbeit Trumpf. «Teure Anlagen und neuste Technologien führen nicht unbedingt zum besten Wein», ist der 39-jährige Vollblutwinzer überzeugt, «ich vertraue lieber auf meine Intuition und lege grössten Wert auf maximale Sorgfalt in allen Arbeitsschritten». Sein Masterpiece ist natürlich der Barolo. Die jährliche Produktion umfasst nur gerade 2500-3000 Flaschen. Dieser Wein ist eine Herzensangelegenheit – und so schmeckt er auch: Aromen von eingelegten Sauerkirschen, schöne Würze vom langen Ausbau im Holz und liebliche Veilchen-Noten. Ein echter Geheimtipp!




