Rockerfrisur, Sonnenbrille, Karohemd… So kumpelhaft und locker Daniel Morales auch erscheint, wenn es um Wein geht, wird er zum «Komplexitäts-Freak», wie er selbst sagt. Der 42-jährige stammt ursprünglich aus dem Priorat, das bekannt ist für dichte und konzentrierte Rotweine. Auf einer Ferien-Insel Wein zu machen, ist für Daniel eine spannende Herausforderung, denn hier ist auch Roséwein sehr gefragt. «Wenn ich einen Wein mache, dann einen richtigen», lautet seine Devise – und deshalb will er auch bei seinem Rosé Vielschichtigkeit erreichen. Das ist nicht ganz ohne: «Alles entscheidet sich beim Rosé innert weniger Stunden – aber es ist das Risiko wert.» Gut, dass Daniel Morales auf eine nigelnagelneue, ultra moderne Bodega zählen kann. Das erleichtert natürlich einiges, aber letztlich entscheidet auch hier das Bauchgefühl des Winzers. Der Mut, etwas Neues zu wagen, hat sich definitiv gelohnt: Neben dem Bioweinpreis 2013 bekam der «Twenty Twelve» auch den RedDot Award für sein aussergewöhnliches Design. Der Wein verdankt seinen Namen übrigens seinem Geburtsjahr 2012. Ein Jahr, das wir uns merken sollten, denn möglicherweise hat damals auf Mallorca eine neue Ära des Rosé ihren Anfang genommen. Für uns jedenfalls war die Degustation eine Offenbarung: Ja, so muss Rosé schmecken! Sie denken bei Mallorca noch an Ferien? Wir nur noch an den «Twenty Twelve»!





