Noten von hochreifen Erd- und Waldbeeren, trockenen Früchten wie Bananen und Sultaninen. Ein Feuerwerk von kräftigen, atemberaubenden Aromen! Opulenz auch am Gaumen, bleibt nachhaltig spannend mit schönem Süsse-/Säurespiel. Die Vietti sind von Haus aus Barolisti: Der grösste Teil ihrer Rebberge im Barologebiet finden sich in den historischen, besten Lagen wie Rocche, Villero, Lazzarito etc. Und ihre Baroli sind legendär. Doch Mitte der neunziger Jahre hat Alfredo Currado-Vietti mit seinen beiden Nachfolgern Luca und Mario im Barbera-d'Asti-Gebiet Reben gekauft, und zwar Reben, die in den Jahren 1932 und 1936 gepflanzt wurden. Sie gehören zum Wertvollsten, was diese Region zu bieten hat und bringen aufgrund ihres Alters nur noch wenige, aber hoch konzentrierte Trauben hervor. Der Ertrag liegt bei sagenhaften 2 Dezilitern pro Quadratmeter. Luca, der Önologe, verzichtet wie schon sein Vater auf Filtration und Schönungen, um ein Maximum an Extrakt- und Aromastoffen im Wein zu belassen. Das alles sollte man im Voraus wissen, wenn man den Wein erstmals degustiert, quasi als sanfte Vorwarnung: Die aromatische Opulenz und die stoffliche Dichte sind betörend!