Bei den Weinen von Casòn Hirschprunn will Alois Lageder nicht die Typizität einzelner Traubensorten in den Mittelpunkt stellen, sondern das Terroir einer einzigartigen Lage. Dieser Leitgedanke lehnt sich an die Philosophie der Schlösser im Bordelais an. Die zum Weingut Casòn Hirschprunn gehörenden Weinberge liegen auf dem Margreider Schuttkegel zwischen 250 und 300 Metern Höhe. Die Reben sind 16 bis 50 Jahre alt. Im Mittelpunkt steht die aus Südwestfrankreich stammende Sorte Tannat, die sich angesichts des Klimawandels auch in Südtirol als besonders geeignet gezeigt hat. Hinzu kommen in kleineren Teilen Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Lagrein und Syrah. Die Maischegärung im Stahltank dauert rund 18 Tage. Anschliessend reift der Wein 18 Monate lang in Barriques aus französischer Eiche (Allier und Nevers, davon die Hälfte neu). Im Glas zeigt der Casòn Hirschprunn ein sehr tiefes Kirschrot mit rubinroten Reflexen. Das Bouquet ist geprägt von fruchtigen Noten, die an schwarze und rote Beeren sowie an Kirschen erinnern, und eine feine Holzwürze klingt mit. Am Gaumen wirkt der Wein kraftvoll, kompakt und fein mit konzentrierter, süsser und saftiger Frucht. Er endet in einem langen, frischen und fruchtigen Finale mit spürbarem Gerbstoff. Die Trauben stammen aus biodynamischem Anbau, der Wein ist Demeter-zertifiziert.