António Maçanita ist ein Winzer, der hohe Wellen schlägt. Er war noch keine 40 Jahre alt, als er in Portugal zum «Winemaker of the Year» gewählt wurde. Seine Erfolgsstrategie? Wo sich andere nicht hinwagen, sieht António eine Herausforderung. Ob als Bodyboarder in den wilden Wellen des Atlantiks, als Rugbyspieler beim Anrennen der gegnerischen Abwehrmauer oder eben als Winzer in einem schwierigen Anbaugebiet. Früher waren die Azoren eine weltbekannte Weinregion, ihre Weissweine wurden in Europas Adelshäusern sehr geschätzt. Doch irgendwann ist der Weinbau fast zum Erliegen gekommen und geriet zunehmend in Vergessenheit. Zu mühsam und unberechenbar war die Arbeit mitten im Atlantik. Dabei sind die Weinberge auf der Vulkaninsel Pico absolut beeindruckend: Damit überhaupt Reben gepflanzt werden konnten, mussten die Bewohner der Insel zuerst die Lavaschicht aufbrechen. Aus den schwarzen Gesteinsbrocken wurden Mauern aufgeschichtet. Diese Jahrhunderte alten «Currais» schützen die Pflanzen vor dem heftigen Wind des Atlantiks. Antónios Reben wachsen 50 bis 300 Meter vom tosenden Meer entfernt. Die Gischt und der Wind bringen salziges Meerwasser in die Weingärten, was dem Wein tatsächlich eine salzige Note gibt. «Unsere Weine sind einzigartig, pur, frisch, herausfordernd und mit einer Prise Salz... genau wie das Leben!», sagt António mit einem Nachdruck, der unser Stimmungsbarometer steigen lässt. Sein Verdelho ist unser neues Azoren-Hoch!
Auszeichnungen
Robert Parker: 92/100 Punkte




